"Du brauchst jemand anderen. Ich nehme mich aus dem Spiel."
Das habe ich letzte Woche zu einem Interessenten gesagt.
Bereits vor unserem Perspektiven-Gespräch hatte ich ein ungutes Gefühl. Es passte nicht. Am selben Tag war ich Teilnehmerin eines Coaching-Circles und ich beschloss: ich geh einfach ganz neutral in das Gespräch.
Das Gespräch begann und das Gefühl war wieder da. Wir zogen das Gespräch durch - hielten es aufrecht. Meine Worte prallten bei meinem Gegenüber ab wie Quecksilber-Perlen. Sie fanden keinen Halt. Umgekehrt genauso.
Ich sprach es nicht aus.
Wir verblieben, wie man so oft in Gesprächen verbleibt: "ich lass es mal sitzen und geb Dir Bescheid." Beide wissen, dass dem nicht so sein wird.
Es hat mich sehr beschäftigt. Wieso habe ich es nicht ausgesprochen? Wieso habe ich mich nicht gezeigt?
Ich bat einen GFK-Kollegen mir Empathie zu geben. Was kam raus?
Es war kein leichter Anruf. Ich sagte ihm, dass es mich noch lange beschäftigt hatte und ich mich bei seiner Entscheidung aus dem Spiel nehmen möchte. Es hat sich nicht stimmig angefühlt. Er braucht jemand anderen.
Wir kamen wieder in Verbindung, denn: auch er hatte gespürt, dass es nicht passt. Eh klar.
Als Coach, Mentorin oder Wegbegleiterin bist Du einfach nicht für jeden. Wie sagte vor kurzem ein anderer Interessent zu mir: "wie schade wäre es, wenn Du für jeden wärst!".
Und so bin ich nun bereit und freu mich schon auf das nächste Gespräch. Ich bin immer im Werden. Und ich bin dankbar für die Gewaltfreie Kommunikation, mit deren Unterstützung ich diesen Weg gehe.
Vielleicht ist dies für Dich ein Impuls, um diese Woche noch ein Stück weiter in den authentischen Selbstausdruck zu gehen - Deine Spuren, heart-prints zu hinterlassen! Hinterlass mir gerne einen Kommentar!