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5 Tipps zur Prävention einer Eskalation: Nach dem Gewitter, klare Luft

Hauchdünnes Eis und darunter brodelt es. Wie in einem Vulkan. Aufgestautes schafft sich langsam Raum. Überwältigt. Und das, was lange Zeit nicht Platz hatte – nicht sein durfte – schafft sich Raum. BAENG!

 

Weihnachten 2017. Ich habe immer gelernt stark zu sein. Gefühle nicht zu zeigen. Vor allem nicht in der Familie. Ich fühlte mich allein, hilflos und unendlich traurig. Meine Mutter verschwand immer mehr in der Demenz. Schwer lastete all dies auf und in mir. Und es war ein Satz, meiner Schwester, der zum Ausbruch führte: “Wie stellst Du Dir das vor?” Und das Eis brach nicht nur – es explodierte. BAENG! Und meine Wahrheit strömte aus mir raus. Ungehindert. Unzensuriert. Rückblickend war es für mich ein Schritt, um zu mir zu stehen. Ein Schritt zu meiner Wahrheit, meine Gefühle zu leben. Verbindung mit mir.

 

Reinhard Haller, Arzt und Psychotherapeut, nennt es “die reinigende Kraft des Gewitters”. (Die Macht der Kränkung, Ecowin Verlag, 2010, Seite 47). In der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg spricht man vom Wolf. Selbstverurteilungen und Anschuldigungen. Wird dieser Ausdruck oder auch Ausbruch von Emotion verdrängt, kommt es zu einer anhaltenden Wirkung, die sich oft auch körperlich manifestiert. Am Institute of Heart Math wird zum Beispiel berichtet, dass negative Emotionen ein sehr gestörtes rhythmisches Muster im Magnetfeld des Herzens hervorrufen. Blut ist eisenhaltig und durch das im Herzen zirkulierende Blut entsteht genau dieses Magnetfeld, das dann eben auch gestört werden kann (Johannes Huber, Es existiert, Verlag edition a, 2016, S. 128).

 

In meinem Fall war es ein mehr oder weniger harmloses Gewitter, ein Öffnen eines Ventils – auch wenn es natürlich massive Wellen schlug. Und ich auch während ich diese Zeilen schreibe, immer wieder denke: was wirst Du als Leser/in jetzt wohl von mir denken? Veröffentliche ich das wirklich? “Nicht negativ auffallen” ist eines der Merkmale mit dem sich die sogenannten Kriegsenkel, somit auch ich, beschäftigen. Laut Sabine Boden war das einer der zentralen Aspekte der Bildungspolitik im Krieg und wurde so auch an weitere Generationen vermittelt. (Sabine Boden, Kriegsspuren, Die deutsche Krankheit German Angst, Klett-Cotta, Seite 137).

 

In den Nachrichten lese und höre ich in den letzten Tagen immer öfter von tödlichen Gewaltausbrüchen. Was trägt aus meiner Sicht dazu bei, dass es gar nicht zu dieser ultimativen Eskalation kommt?

TIPP1: Selbstempathie einüben

Sich mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Mal kurz Entschleunigen, um bei sich selbst anzukommen: Wie geht es mir jetzt gerade? Und was brauche ich? Gefühle sind Teil eines jeden Menschen. Egal ob Mann ob Frau. Ob Baby oder Erwachsener. Sie sind da. Egal, ob ich sie hinter eine Fassade schiebe oder sie lebe. Die Fassade zieht auf jeden Fall Energie. Energie, die sonst zum Leben vorhanden wäre. Das bewusste Üben von Selbstempathie ist hier eine Empfehlung meinerseits.

TIPP2: Austausch suchen 

Sich Unterstützung holen. In den Austausch gehen. Wem gegenüber kannst Du Dich öffnen, Dich auch mit Deinen Schwächen, Gedanken zeigen? Suche den Austausch. Niemand “muss” alles allein schaffen. Und der Mensch wird ja erst durch Menschen zum Menschen

TIPP3: Selbstfürsorge

Sich den eigenen Raum zugestehen und die eigenen Bedürfnisse erkennen. Das hängt mit den vorherigen Punkten zusammen. Was oder wen brauche ich? Was trägt zur Verbesserung meiner aktuellen Situation bei? Und dann in die Verantwortung, in das eigene Leadership, gehen und dafür einstehen. Auch auf die Gefahr hin, dass der/die andere ablehnt. Dass es ein Nein gibt. Wer nichts riskiert, wird auch nichts erleben.

TIPP4: Eigene Emotion annehmen

Und das beinhaltet auch sich zu erlauben, so zu sein, wie ich gerade bin. In diese Kategorie fällt mein eigener Emotions-“Ausbruch”. Keine Emotion ist negativ. Alle Emotionen können sich auf konstruktive Art und Weise niederschlagen und alles ist ein Teil, ein Ausdruck Deiner selbst. Es gibt nur eine Über- oder Unterzeichnung von Emotionen, was diese Tabelle darstellen soll.
Tabelle:”Führen in und um Emotionen”, Miriam Landes und Eberhard Steiner, in Eigenschaften und Kompetenzen von Führungspersönlichkeiten, C. von Au (Hrsg.), Seite 85

 

Und unterdrückst Du die Emotion, gehst immer mehr in den Widerstand dazu – dann gehst Du auch in den Widerstand zu Dir selbst, zu Deinem Jetzt. Und das Thema wird größer und immer größer. Somit: Annehmen der eigenen Emotion als einen ersten Schritt.

TIPP 5: In Verbindung gehen 

Öfter mal jemand anderen fragen: wie geht’s Dir damit? Sehr oft vernehmen wir im Gespräch eine “komische Stimmung”. Irgendetwas stimmt nicht. Aber keiner sagt etwas. Dann gehe in diesen Situationen in Dein Leadership und frage: wie ist das für Dich, wenn du das von mir hörst? Oder auch ganz einfach: Wie geht’s Dir grad damit? Damit öffnest Du Tür und Tor für Verbindung. Für ein menschliches Miteinander. Egal ob beruflich oder privat.

 

Kooperation stärken

Ich möchte Dir dies als kleine Toolbox mitgeben, damit Du die zu-ziehenden Wolken erkennst und es gar nicht zu Gewittern kommt. Und wenn doch, dann ist es eben so und es ist das Beste, zu dem Du in diesem Moment fähig warst. Ich freue mich über Rückmeldungen, wie es Dir damit geht!

Um Ankommen bei sich selbst geht es auch bei meinem Programm “Ankommen bei mir”. Bei Anmeldung bis 31. Jänner ist auch noch ein Extra-Geschenk für Dich mit im Paket.

Wenn Dich das Thema Empowerment interessiert, lade ich Dich herzlich zu meinen Impulsen ein, die 14-tägig in Deine Inbox wandern und Dich auf DEINEM Weg zu Dir selbst begleiten. Einfach durch Anmeldung via untenstehendem Button. Ich freu mich auf Dich.

 



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